Höpfner Ratgeber

Tilgungsstrategie: schneller entschulden, ohne die Liquidität zu verlieren

Anfangstilgung, Sondertilgung und Tilgungssatzwechsel strategisch kombinieren und die Restschuld im Blick behalten.

Tilgung bestimmt den Weg der Restschuld

Mit jeder Rate zahlst du Zinsen und tilgst einen Teil des Darlehens. Je höher die anfängliche Tilgung, desto schneller sinkt die Restschuld. Eine hohe Tilgung ist aber nur sinnvoll, wenn die Rate auch in realistischen Belastungsszenarien tragfähig bleibt.

Die Restschuld ist die entscheidende Vergleichsgröße

Eine niedrige Monatsrate wirkt attraktiv, kann aber mit einer hohen Restschuld am Ende der Zinsbindung verbunden sein. Vergleiche deshalb nicht nur die Rate, sondern auch den voraussichtlichen Schuldenstand zu festgelegten Zeitpunkten.

Sondertilgungen richtig einplanen

Sondertilgungsrechte schaffen die Möglichkeit, Bonuszahlungen, Erbschaften oder andere Überschüsse flexibel einzusetzen. Sie sind eine Option, keine Verpflichtung. Prüfe, in welcher Höhe sie vereinbart sind und ob dafür ein Konditionsaufschlag anfällt.

Tilgungssatzwechsel als Sicherheitsventil

Ein vertraglich vereinbarter Tilgungssatzwechsel kann helfen, die Rate an veränderte Lebenssituationen anzupassen. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich je nach Bank und Vertrag.

Stressszenarien gehören zur Strategie

Eine tragfähige Planung betrachtet Elternzeit, Instandhaltung, Einkommensänderungen und einen möglichen Zinsanstieg bei der Anschlussfinanzierung. So entsteht eine Tilgungsstrategie, die nicht nur im Idealfall funktioniert.

Wichtig: Eine Immobilienfinanzierung ist eine Einzelfallentscheidung. Konditionen, Fördermöglichkeiten und Bankanforderungen können sich ändern. Lass dein Vorhaben individuell prüfen.
René Höpfner
René Höpfner
Dipl.-Betriebswirt, Spezialist für Immobilienfinanzierung und Mitinhaber. IHK-Registrierung nach § 34i GewO: D-W-118-5AAC-22.

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